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Französische ÜBERSETZUNGEN

Kiriat Yearim braucht ab August 2010 während ca. eines Jahres dringend Unterstützung für die Übersetzung von verschiedenen deutschen Texten in die französische Sprache. Falls Sie sich diesbezüglich engagieren möchten, erwarten wir gerne Ihre Mitteilung an unsere Zentrale.
Annemarie Eskenazi@kiriat-yearim.ch

Israelreise 2010

Eine Gruppe von Freunden des Schweizer Kinderdorfes Kiriat Yearim hat an den Feierlichkeiten zum Schuljahresende im Kinderdorf teilgenommen. Wir durften den 30 Schulabgängern (2 girls und 28 boys) ihr Diplom überreichen. Zum ersten Mal konnten die Schüler dies in der dorfeigenen Schule erwerben. Sie müssen nun nicht mehr auswärts zur Schule und können auch in der Oberstufe auf die notwendige unterstützende Hilfe und Therapien zählen.
Mit grosser Freude dürfen wir immer wieder feststellen, wie sich die Kinder und Jugendlichen während ihres Aufenthaltes in Kiriat Yearim zu jungen, erwachsenen Persönlichkeiten entwickeln. Sie haben gelernt, selbstständig im Leben zu stehen und ihre Fähigkeiten richtig einzusetzen.
Mit unserem Partner Farid Abu Gosh zusammen besuchten wir verschiedene Projekte des TRUST (The Trust of Programs for Early Childhood and Community Education) in Rahat. Die Bevölkerung in dieser grossen Beduinen-Stadt am Rande des Negev leidet sehr unter Armut, Arbeitslosigkeit, Drogenmissbrauch etc. Wir erhielten einen ausführlichen Einblick in die verschiedenen Projekte des TRUST im Gemeinschaftszentrum, welches im Jahr 2008 vom lokalen Gesundheitsministerium die Bewilligung als anerkanntes Therapiezentrum erhielt.
Danebst lernten wir die pulsierende Stadt Tel Aviv kennen und unternahmen einen interessanten Ausflug nach Jerusalem.
Reiseleiter René Kirchheimer hat es wie immer verstanden, die Gruppe an bisher unbekannte, spannende Orte zu führen und uns mit seinen interessanten Erläuterungen viel Wissenswertes zu vermitteln.
Spontan erklärten zwei Reiseteilnehmende: „Wir werden auch im Jahr 2011 wieder auf der Kiriat Yearim-Reise dabei sein!“.

Mit einem Mausclick gelangen Sie zum Fotoalbum >>>>>>


Während der Ferienzeit beherbergen Dorfleiter Shimoni Peretz und sein Team die Teilnehmenden der ICZ-Jugendreise im Kinderdorf Kiriat Yearim. Wir freuen uns über diesen persönlichen Kontakt von Schweizer Jugendlichen mit Jugendlichen in Kiriat Yearim, der für alle eine grosse Bereicherung bedeutet.

Israelreise 2010

13. bis 17. Juni 2010

Besuchen und besichtigen Sie die von Ihnen unterstützten Projekte vor Ort, und erleben Sie Tel Aviv und Jerusalem. Unser bewährter, kundiger Reiseleiter, René Kirchheimer, hat wiederum ein interessantes, vielseitiges Programm zusammengestellt – ganz nach seinem Motto: Israel Einmal Anders:

1 Tag Tel Aviv /Yafo: Moderne jüdische Geschichte in der pulsierenden Grossstadt
1 Tag Jerusalem: Aktuelle Politik sowie das alte christliche Jerusalem
Teilnahme an der Schulschlussfeier im Kinderdorf Kiriat Yearim
Ramle und Lod: Besuch im Vorschulkindergarten für arabische Kinder und Gespräche mit Teilnehmenden an jüdisch/arabischen Dialogprogrammen

Für weitergehende Auskünfte kontaktieren Sie uns bitte:
telefonisch 044 383 07 33 oder per Mail office(at)kiriat-yearim.ch

Schuljahr 2009/2010

Im Kinderdorf haben 142 Schüler das Schuljahr 2009/2010 begonnen, rund ein Drittel sind neu eingetreten.
Zum ersten Mal führen wir im Dorf eine 12. Klasse: Die Abschlussklasse. Nun müssen die Jugendlichen nicht mehr auswärts zur Schule; sie werden rund um die Uhr betreut und begleitet.

Im August haben die Betreuenden der 15- bis 17-jährigen Jugendlichen an speziellen Vorbereitungskursen teilgenommen.

Intensive Personalschulungen finden laufend statt.

Mitarbeitende und Jugendliche haben während der Sommerferien hart gearbeitet: Wände frisch gestrichen, Türen geflickt, Kaputtes repariert, Umgebung gesäubert, etc.



Sommer 2009

Das Schuljahr 2009/2010 beginnt in Israel am 1. September 2009.

Wir wünschen unseren Freunden eine schöne Sommerzeit.

Israelreise 14. - 18. Juni 2009

Als Einstieg in unseren Israel-Aufenthalt informierte uns am ersten Abend Pierre Heumann, Israel- Korrespondent der Weltwoche über die gegenwärtige politische Lage in der Region.
Interessant war insbesondere seine Einschätzung der Chancen einer “zwei Staatenlösung“, die vom amerikanischen Präsidenten verlangt wird. Er sieht mit der jetzigen israelischen Regierung gewisse hoffnungsvolle Aussichten auf eine Entspannung.

Am ersten Tag lernten wir die lebensfrohe und geschäftige Grosstadt Tel Aviv kennen.
Die Geschichte des Bauhaus und die anschliessende Besichtigung der vielen schönen Beispiele dieser Architektur führten uns vor Augen, wie wichtig die deutsche Architektur jener Zeit für Tel Aviv gewesen ist.

Am zweiten Tag stand ein anstrengender, aber sehr interessanter Ausflug in den Norden Israels auf dem Programm. In Safed, der höchstgelegenen jüdischen Stadt in den Bergen spazierten wir durch malerische Gässchen, schauten in verschlafene Winkel und alte Synagogen und hörten von den jüdischen Gelehrten, die hier gelebt hatten. Besonders beeindruckt hat uns die Fahrt entlang der libanesischen, syrischen und jordanischen Grenze zur Golanhöhe. Auf den Golanhöhen hatten wir herrliche Ausblicke auf die libanesische und die syrische Ebene und auf den von der UNO kontrollierten Grenzabschnitt. Erstaunt waren wir von der erfolgeichen landwirtschaftlichen Aufbauarbeit der Israeli in dieser Region, die natürlich dazu führt, dass die Rückgabe der Golanhöhen durch die Syrer auch aus wirtschaftlichen Gründen gefordert wird.

Am dritten Tag lernten wir die verschiedenen Projekte des Vereins kennen. Mit Interesse verfolgten wir die praktische Arbeit im jüdisch/arabischen Projekt „Kindergarten in Ramle“ und im Gemeinschaftszentrum in Lod das Projekt „mother to mother“. Interessant waren die Ausführungen der Erzieher und Erzieherinnen, die uns über die Fortschritte und Teilerfolge dieser Projekte informierten.
Am Nachmittag waren wir in das Kinderdorf Kiriat Yearim eingeladen. Zuerst haben wir den neuerstellten Streichelzoo, der mit tatkräftiger Mitarbeit von Schülern entstand, eingeweiht: Nadine Berg-Bollag durfte das rote Band durchschneiden. Nach einem kurzen Dorfrundgang begaben wir uns in das bunt geschmückte Mehrzweckgebäude, wo die Abschluss-feierlichkeiten stattfanden. Es war schön, die Freude der Schulabsolventen und deren Eltern, mitzuerleben. Alle Schüler haben den Abschluss geschafft und sind somit für den Einstieg ins Berufsleben gerüstet. Das Kinderdorf ist für viele Jugendliche zu einem Ersatz für das Elternhaus geworden. Dies beweist die Tatsache, dass viele Schüler vergangener Jahre ebenfalls an dieser Schlussfeier teilgenommen haben.
Begeistert von diesem herrlichen Land, das uns René Kirchheimer mit seinen interessanten Ausführungen zu Politik und Kultur näher gebracht hat und mit vielen Eindrücken von den wertvollen Projekten des Vereins kehrten wir in die Schweiz zurück.

Januar 2009

Welch trauriger Jahresanfang für uns alle.

Von den Kindern im Kinderdorf Kiriat Yearim sind die meisten aus dem Süden und sie mussten unsichere Chanukka-Ferien zuhause verbringen. Frühzeitig ins Dorf zurückkehren wollten sie nicht; sie wollten bei ihren Familien bleiben.
Am 30. Dezember sind alle gesund zurückgekehrt, aber bereits am Sonntagabend wurde unser Dorfleiter, Shimoni Peretz, ins Militär einberufen. Ein Lehrer und ein Jugendbetreuer sind ebenfalls bereits eingerückt.
Die Kinder sind sehr besorgt um ihre Angehörigen im Militär (viele haben ältere Geschwister) und ihre
Familien im Süden des Landes.
Naama Katz, die Assistentin von Shimoni Peretz, hat interimistisch die Dorfleitung übernommen,

Im Negev und in Rahat (im Süden Israels) mussten die Kindergärten und Schulen aus Sicherheitsgründen geschlossen werden.
Dank der jahrelangen Aufbauarbeit des Trust ist die Lage in Ramle und Lod ruhig, die Kindergärten sind wie gewohnt geöffnet.

Wie immer in schwierigen Zeiten in Israel, herrscht eine immense Solidarität; die Mitarbeitenden in Kiriat Yearim und der Trust setzen alles daran, um den Kindern einen behüteten und sicheren Alltag zu ermöglichen.

Wir wünschen der Bevölkerung ein rasches Ende des Gaza-Krieges sowie Frieden für den Nahen Osten.

Mitgliederversammlung 2008

Die 14 Regionalkomitees von Kiriat Yearim haben ihre gesamtschweizerische Mitgliederversammlung am 18. November in Biel durchgeführt. Rund 50 Personen versammelten sich zu den statutarischen Geschäften im Hotel Elite, wo die Veranstaltung mit viel Elan und Freude vom Regionalkomitee Biel-Seeland-Jura, unter dem Präsidium von Monique Schlegel (Nidau) organisiert worden war.
Präsidentin Nadine Berg-Bollag und ihre Vorstandsmitglieder Marianne Blumenfeld, Francis Lang und Marco Lanter wurden mit Applaus wiedergewählt.
Interessant waren darauf die Ausführungen von Nadine Berg, welche erst kürzlich aus dem Kinderdorf in Israel zurückgekommen ist. Erfreulich nachhaltig war die Schweizer Tournée von „Spirit of Yearim“, von der die beteiligten Jugendlichen noch immer erzählen. Die Kontakte mit den Schweizer Gönnern waren wichtig und können ein Bindeglied zum Dorf darstellen. Eine Wiederholung ist für 2010 geplant; die Gruppe studiert schon eifrig neue Melodien ein.
Die Zusammenarbeit mit dem „Trust of Programs for Early Childhood, Family and Community“ hat sich erfreulich entwickelt. Die Programme für die arabische Bevölkerung (Kindergärten in Ramle und im Negev, und Tagesstätten für Mädchen) sind ein wichtiger Schritt zur gegenseitigen Verständigung. Im jüdisch-arabischen Zentrum gibt es gemischtsprachige Gruppen, die von jüdischen und arabischen Betreuern geleitet werden. Auch hier ist das Ziel wieder die Verständigung und ein friedliches Zusammenleben der Bevölkerung in der Region.
Nach den statutarischen Geschäften referierte der Stadtpräsident von Biel, Hans Stöckli, über „Biel – Zukunftsstadt in Entwicklung“. Auf unterhaltsame Art stellte er seine Stadt vor und zeigte den Anwesenden, wie viele Projekte er noch realisieren möchte, damit die Einwohnerzahl wieder wachsen kann. Biel hatte während verschiedenen Krisen einige Tausend Bürger verloren und zählt nun etwas über 50'000 Einwohner.
Nach dem Mittagessen stellte die Historikerin Margrit Wick-Werder eine „Trouvaille aus dem alten Biel“ vor. Es ging um die „Eherne Hand“, welche die Grenze zwischen dem Bistum Basel und Frankreich anzeigte. Margrit Wick berichtete von Biel als Grenzstadt, welche erst im 19. Jahrhundert zur Eidgenossenschaft kam, als 1815 (Wiener Kongress) der Berner Jura vom Bistum Basel zum Kanton Bern wechselte. Biel wurde erst dem Amtsbezirk Nidau zugeteilt, bevor die Stadt mit Magglingen und Leubringen einen eigenen Amtsbezirk bildete. Erst kürzlich hat die Historikerin Wick einen interessanten Bildband „Biel – Bilder einer Stadt“ herausgegeben.

Herbst 2008

Wir wünschen allen unseren Freunden ein gutes und zufriedenes Jahr 5769 und schöne Herbsttage

Wir freuen uns, Ihnen folgende Neuigkeiten aus Israel zu überbringen:

- 132 Jugendliche wurden vom Dorfleiter Shimoni Peretz und seinem Team ins neue Schuljahr empfangen. Die meisten Mitarbeitenden konnten für ein weiteres Jahr verpflichtet werden, so dass die Schützlinge von einem gut eingespielten Team betreut und unterrichtet werden.
- In Ramle und Lod fanden die ersten Workshops nach den Sommerferien für junge jüdische und arabische Mütter statt.
- Farid Abu Gosh und die Mitarbeitenden des Trust haben neue Programme für die arabische Bevölkerung ausgearbeitet: Dieses Jahr liegt das Hauptgewicht in der Förderung von schulschwachen Kindern: Studenten und Studentinnen unterrichten mit speziellen didaktischen Programmen und erteilen wertvollen Stützunterricht mit dem Ziel, die Schüler und Schülerinnen in den regulären Schulunterricht integrieren zu können.
Dank Ihrer treuen Unterstützung erhalten wiederum zahlreiche Kinder in Israel Perspektiven für eine positive Zukunft. Dafür danken sie Ihnen allen herzlich.

Sommer 2008

Das Schuljahr 2008/2009 beginnt in Kiriat Yearim am 1. September 2008.

Wir wünschen unseren Freunden eine schöne Sommerzeit.

Israel-Reise 15. bis 19. Juni 2008
Eine Gruppe von Freunden des Schweizer Kinderdorfes Kiriat Yearim besuchte während vier intensiven Tagen Projekte des Vereins und lernte dabei moderne und historische Stätten kennen.
Der Ausflug nach Akko mit seinen interessanten Bauten brachte uns in den Norden Israels. Dort besuchten wir das AJ-Center, welches verschiedene Koexistenz-Programme für Mütter und Jugendliche in Akko durchführt. Im „Haus der Ghettokämpfer“ – ein bemerkenswerter Museumskomplex im Kibbuz „Lochamei HaGhettaot“ erfuhren wir viel Beeindruckendes zum Thema Shoa in Holland. Der anschliessende Film im angegliederten „Zentrum für humanistische Erziehung“ zeigte das Ergebnis eines intensiven Workshops von jüdischen und arabischen Jugendlichen zum Thema „Koexistenz in Israel“. Ein spontan eingeplantes Abendessen an der Küste von Jaffo bildete mit angeregten Diskussionen den krönenden Abschluss dieses herrlichen Tages.
Am zweiten Tag ging es nach Jerusalem in das neueröffnete Davidson Center auf dem Tempelberg und anschliessend zu einem Bummel durch die Altstadt mit Besuch der Grabeskirche. Den Abend verbrachten wir bei einem orientalischen Nachtessen in Abu Gosh.
Am Mittwoch erlebten wir unser diesjähriges Buch „Bauhaus – Architektur in Tel Aviv“ live. Die kundige Führerin Shlomit Gross vermittelte uns viel Wissenswertes in diesem modernen Quartier und anschliessend im antiken Jaffo.
Am Nachmittag wurden wir im Kinderdorf Kiriat Yearim herzlich willkommen geheissen, das für die bevorstehenden Festlichkeiten zum Schulschluss mit zahlreichen Schweizer- und Israel-Fahnen dekoriert war. Im Saal des Beit Helen herrschte eine festliche, freudige Stimmung. Der Schweizer Boschafter in Israel, S.E. Walter Haffner richtete Begrüssungsworte an die Anwesenden. Annemarie Eskenazi und Francis Lang durften den drei Klassenbesten unter den Schulabgängern die Zusage für ein Stipendium für eine Ausbildung nach dem Militärdienst überreichen. Singend und tanzend führten die Jugendlichen das Theaterstück „Die Zeitmaschine“ auf und die „The Spirit of Yearim“ begeisterten mit ihrem Lied „Halewai“. Unter den Zuschauern waren auch einige ehemalige Jugendliche von Kiriat Yearim, die von allen fröhlich begrüsst wurden.

Am Vormittag vor dem Abflug besuchten wir zusammen mit unserem Partner Farid Abu Gosh einen Vorschulkindergarten für arabische Kinder. In Ramle feierte ein Mädchen ihren Geburtstag mit viel Gesang und einer grossen Torte. In Lod waren die Kinder gerade am Kneten. Der abschliessende Besuch eines Gemeinschaftszentrums in Lod erlaubte einen Einblick in die Arbeit der Gruppe „mother to mother“. Frauen unterschiedlicher Kulturen und Alters berichteten über die zahlreichen Veränderungen, die sie seit ihrer Teilnahme am Ausbildungsprogramm erleben dürfen.
Dank der wie immer lobenswerten Leitung von René Kirchheimer erfuhren und sahen wir auch dieses Mal wieder viel Neues und wissen bereits: Wir planen auch nächstes Jahr im Juni wieder eine Reise. Informationen gibt Ihnen gerne unser Büro: 044 383 07 33 und office@kiriat-yearim.ch.

The Spirit of Yearim

Mit ihren Auftritten haben die Jugendlichen von The Spirit of Yearim mehrere hundert Schweizer Freunde begeistert.

Auf unserer Spezialseite Musicstars haben wir folgendes für Sie platziert:

Fotogalerie mit Eindrücken von den verschiedenen Anlässen

Presseberichte u.a. vom Solothurner Tagblatt und Tachles.

Eine musikalische Kostprobe. Hebräisch Mitsingen ist für alle ganz einfach mit unserem phonetischen Textblatt.

In unserem Jahresbericht werden wir ausführlicher über diese sensationelle Tournée schreiben und auch die Eindrücke der Jugendlichen schildern; sie sind momentan daran, diese zu verarbeiten und in Worten festzuhalten.

Wir wünschen Ihnen schöne Frühlingstage

The Spirit of Yearim

Vom 1. bis 8. April 2008 bedanken sich die MusicStars von Kiriat Yearim bei ihren Freunden in der Schweiz für ihre 57-jährige ununterbrochene Freundschaft.
Verpassen Sie diese ausserordentliche Gelegenheit nicht, neukomponierte und altbekannte israelische Lieder zu geniessen.
7 Komitees haben einen speziellen Anlass organisiert und freuen sich zusammen mit den Jugendlichen von Kiriat Yearim auf Sie!
Weitere Angaben auf unserer Spezial-Seite:
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Festtage

Wir wünschen Ihnen lichterfüllte Festtage und ein glückliches, gesundes und friedliches Jahr 2008!

Das Zentralsekretariat bleibt bis zum 2. Januar 2008 geschlossen.

Mitgliederversammlung in Solothurn

Auf Einladung des Regionalkomitees Solothurn führte Kiriat Yearim die diesjährige Mitgliederversammlung am 22. November 2007 im Landhaus durch. Präsidenten Nadine Berg-Bollag durfte 50 Freunde aus der ganzen Schweiz begrüssen, unter ihnen Franziska Suter-Schmid, die Präsidentin des neugegründeten Regionalkomitees Zentralschweiz (Zusammenschluss von Luzern und Zug).
Vize-Stadtpräsidentin Barbara Streit-Kofmel begeisterte mit ihrer informativen und einfühlsamen Ansprache.
Nadine Berg-Bollag führte durch die statutarischen Geschäfte. Im Berichtsjahr hat sie sich intensiv mit dem Zustandekommen des Vertrages mit der neuen Trägergesellschaft befasst. Zahlreiche Besuche im Kinderdorf und die Teilnahme an Sitzungen des Verwaltungsrates waren notwendig.

Der persönlich anwesende Dorfleiter Shimoni Peretz stellte in seiner interessanten Präsentation den 5-Jahresplan, die Strukturen und Dorfbewohner vor. Die angekündigte Schweizer-Tournée des Dorfchores „The spirit of Yearim“ stösst auf positives Echo. Die Jugendlichen sind schon ausgebucht.

Kiriat Yearim unterstützt über die Spenden an den Trust vermehrt Projekte in den mixed cities, dies sind fünf Städte in Israel, wo die Bevölkerung fast zu gleichen Teilen aus Juden und Muslimen besteht. Was immer gemacht werden kann, um Vorurteile abzubauen und Vertrauen und Bildung zu stärken, ist wichtig und unabdingbar für eine hoffentlich irgendwann friedlichere Zukunft.

Nach dem Mittagessen kamen die Freunde von Kiriat Yearim in den Genuss eines unterhaltsamen Stadtrundganges. Mit einem herzlichen Dankeschön an Monette Levy und das Regionalkomitee Solothurn für den freundschaftlichen Empfang und die liebevolle Organisation verabschiedeten sich die Gäste um 16 Uhr.

Newsletter September 2007

Erwartungsvoll stehen wir am Anfang eines neuen Schuljahres:

- Dorfleiter Shimoni Peretz und sein Team haben in der Sommerpause alles bestens vorbereitet und die 120 Kinder feierlich empfangen.

- Jüdische und arabische Kinder aus Haifa verbrachten gemeinsame Sommercamps. Es wurden Workshops organisiert mit verschiedenen Themen zur Förderung einer friedlichen Koexistenz.

- Farid Abu Gosh und die Mitarbeitenden des Trust haben neue Programme ausgearbeitet. Unter anderem sollen die Mädchen aus arabischen Familien stärker unterstützt werden, damit sie die Schule beenden und eine Ausbildung absolvieren können.

So verschieden diese Projekte auch sind, haben sie doch etwas gemeinsam: Sozial benachteiligte Kinder in Israel werden von uns – unabhängig von ihrer Herkunft, Sprache und Religion – unterstützt und auf ihrem Weg zu selbstbewussten Menschen begleitet. Gleichzeitig fördern wir ihre Offenheit und den Respekt gegenüber dem Anderen, Fremden und Neuen.

Wir alle begehen in dieser Woche Tage der Ruhe und Besinnung: Die Hohen Jüdischen Feiertage beginnen mit dem Neujahr (Rosch Haschana), der Ramadan fängt an und der Buss- und Bettag findet statt. Gestärkt werden wir die neuen Herausforderungen annehmen, und wir danken Ihnen herzlich für Ihre weiterhin treue Unterstützung.

Wir wünschen Ihnen schöne Festtage, eine süsses neues Jahr, viel Glück und gute Gesundheit.

Newsletter Juli 2007

Das Schuljahr 2007/2008 in Kiriat Yearim beginnt am 2. September 2007.

Wir wünschen unseren Freunden eine schöne Sommerzeit.

Israel-Reise 17. bis 21. Juni 2007
Eine Gruppe von Freunden des Schweizer Kinderdorfes Kiriat Yearim besuchte während drei intensiven Tagen Projekte des Vereins und lernte dabei Israel von seiner lebendigen und kontrastreichen Seite kennen.
Der erste Tag war einem Dialogprojekt in Haifa gewidmet. Der 25-jährige Verein setzt sich für gemeinsame jüdisch/arabische Aktivitäten ein. An jährlich 20 Treffen lernen die je 15 jüdischen und arabischen Teilnehmenden die Herkuft und Kultur des anderen kennen. Zum Jahresabschluss organisiert der Verein Sommerlager. Es nehmen jährlich 100-Kinder im Alter von 2-12 Jahren daran teil, mit je 6 Betreuern. Es ist das einzige jüdische/arabische Sommerlager in Israel und hat Modellcharakter. Der Ausflug nach Akko mit seinen interessanten arabischen Bauten brachte uns in den Norden Israels.
Am zweiten Tag ging es am Vormittag nach Jerusalem in das neugestaltete Museum Yad Vashem und anschliessend zu einem Bummel durch die Altstadt. Am Nachmittag erlebten wir den Höhepunkt der Reise: Das Kinderdorf Kiriat Yearim erstrahlte im Glanz der bevorstehenden Festlichkeiten. Mit dem Anbringen der Mesusa und dem Durchschneiden eines Bandes eröffnete Carmen Meyer die neue Cafeteria „Carmen“, ein Projekt das von den Jugendlichen in Eigenregie geführt wird. Nadine Berg-Bollag durfte dem Besten unter den Schulabgängern ein Stipendium für eine Ausbildung nach dem Militärdienst in Aussicht stellen. Liebevoll war der neu renovierte Saal im Bet Helen dekoriert und es herrschte eine festliche, freudige Stimmung. Die Jugendlichen zeigten ein beeindruckendes Theaterstück, wo sie singend und tanzend von ihren hier erworbenen Fähigkeiten Zeugnis ablegten. Die stimmige Dorfhymne "Haruach ha schwizari" begeisterte das Publikum, allen voran uns Schweizer.
Den dritten Tag verbrachten wir im modernen Tel Aviv mit einer Bauhausführung. Anschliessend schlenderten wir durch die Gassen des antiken Yaffo, wo wir bei orientalischem Essen den letzten Abend verbrachten. Dank der kundigen Leitung von René Kirchheimer erfuhren und sahen wir auch dieses Mal wieder viel Neues und wissen bereits: Wir planen auch nächstes Jahr wieder eine ähnliche Reise. Informationen gibt Ihnen gerne unser Büro: 044 383 07 33 und office@kiriat-yearim.ch.

PESSACH

Dieses wichtigste der drei Wallfahrtsfeste (neben Schawuot und Sukkot), das acht Tage dauert, gilt der Erinnerung an die Befreiung des Volkes Israel aus der ägyptischen Knechtschaft und den Auszug aus Ägypten.

Es wird in der Torah mit zwei verschiedenen Namen bezeichnet: Pessach, „Fest der Überschreitung“, weil Gott an den Häusern Israels vorüberschritt und ihre Erstgeborenen verschonte, ( 2 Moses 12,13) oder als Chag ha Mazzot, „Fest der ungesäuerten Brote“ ( 2 Moses, 23,15ff).

Die religiöse Feier, eine Festmahlzeit die den Auftakt zu Pessach bildet heisst Seder (Ordnung), gemäss ihrem geordneten Ablauf.
Der Tisch ist festlich gedeckt, jeder Anwesende hat eine Pessach-Haggada, die Erzählung vom Auszug aus Ägypten, ein Büchlein mit liturgischen Texten aus frühester und neuerer Zeit, die bei der Feier gelesen und gesungen werden. Vor dem Hausherrn steht eine Sederplatte mit den Speisen, die eine symbolische Bedeutung haben: Mazzot, ungesäuertes Brot als Symbol der Eile beim Auszug aus Ägypten, Petersilie, Frucht der Erde, Salzwasser, Symbol des Weinens über die Zerstörung des Tempels in Jerusalem, Maror, Zeichen der Bitterkeit der ägyptischen Knechtschaft, Charoset, Symbol für den Lehm, aus dem die Hebräer in den Zeiten der Knechtschaft Ziegel herstellen mussten, ein Knochen mit wenig Fleisch, Erinnerung an das Pessachlamm, ein, in der Schale gebratenes Ei, Zeichen der Trauer um den zerstörten Tempel aber auch Zeichen der Fruchtbarkeit. In der Mitte des Tisches stehen die zwei Schabbat-Leuchter, sowie ein besonders schöner Weinbecher für den Propheten Elias, den Vorläufer des Messias.
Der Jüngste an der Tafel stellt die Frage nach der besonderen Bedeutung dieser Nacht. Der Vater antwortet mit der Schilderung des Auszugs aus Ägypten, wo es an einer Stelle heisst: In jeder Generation ist der Mensch verpflichtet, sich so zu betrachten, als sei er selbst aus Ägypten ausgezogen. Vor der Mahlzeit spricht der Hausherr den Segen über die Mazzot, das Bitterkraut und das süsse Charoset. Es wird gesondert und zusammen gegessen, als Zeichen der Vermischung von Freud und Leid im Leben. Nach dem Essen und dem Tischgebet und weiteren Gesängen schliesst die Feier mit dem Wunsche „Das nächste Jahr in Jerusalem“.

Der Seder-Abend stellt den Höhepunkt des Pessach-Festes dar, aber der Vormittagsgottesdienst weist auch einige Besonderheiten auf: das Hallel wird gesungen, die Lesung des Hohen Liedes eingeschaltet und das feierliche Gebet um Tau für den regenlosen Sommer Israels gesprochen. In der achttägigen Festwoche sind nur der Anfang und das Ende volle Feiertage, an den dazwischen liegenden Tagen ist Berufsarbeit erlaubt.

Israelreise 2007

Erleben Sie die Kinder von Kiriat Yearim und ein Stück Alltag in Israel!

Die Begeisterung der Reisegruppe 2006 veranlasst uns, Ihnen auch dieses Jahr wieder Gelegenheit zu bieten, an den Schulschlussfeierlichkeiten im Kinderdorf Kiriat Yearim teilzunehmen.

Frau Nadine Berg-Bollag wird Sie auf unserer Reise vom 17. bis 21. Juni 2007 begleiten.

Profitieren Sie von unserem kostengünstigen Angebot und verlängern Sie Ihren Israel-Aufenthalt ganz individuell.

Kontaktieren Sie uns telefonisch: 044 383 07 33 oder
Per E-Mail: office@kiriat-yearim.ch

Wir freuen uns auf Sie!

Dezember 2006


Wir wünschen Ihnen schöne Festtage und für das Jahr 2007 viel Glück und gute Gesundheit

Mitgliederversammlung 21. November 2006
Auf Einladung des Regionalkomitees Thurgau konnte Kiriat Yearim die diesjährige Mitgliederversammlung in den ehrwürdigen Räumen der Kartause Ittigen durchführen. Über 50 Freunde durfte Nadine Berg-Bollag zu ihrer ersten Mitgliederversammlung als Präsidentin von Kiriat Yearim begrüssen. Christa Thorner, Stadträtin von Frauenfeld, erwähnte in ihrer Willkommensansprache die Notwendigkeit, Jugendliche aus schwierigen sozialen Verhältnissen in Israel und in der Schweiz, auf eine gute Zukunft vorzubereiten.

Nadine Berg-Bollag führte durch die statutarischen Geschäfte. Im Berichtsjahr hat sie sich vor allem um die Restrukturierung des administrativen Ablaufes zwischen Jewish Agency, Erziehungsministerium und der Schweizer Organisation gekümmert.

Seit August hat Kiriat Yearim einen neuen Dorfleiter, Shimoni Peretz. Er führt und unterstützt die Mitarbeitenden, damit das Ziel, die Schule um drei Jahre zu verlängern, möglichst rasch erreicht wird. Die Vergangenheit hat gezeigt, dass die Jugendlichen mit ihren sozialen und emotionalen Problemen, sich besser in den Alltag integrieren können, wenn sie bis zum Abschluss der Mittelschule im Dorf selbst lernen und wohnen.

Die Schweizer Freunde unterstützen zum ersten Mal ein Dialog-Projekt in der Stadt Haifa. Jüdische und arabische Einwohner werden während eines Jahres im Rahmen von verschiedenen Programmen Kontakt zueinander finden. Unvermindert gross ist der Einsatz unseres Partners Farid Abu Gosh für die Projekte der Vorschulkindergärten in Ramle und im Negev.

Nach dem Mittagessen genossen die Freunde von Kiriat Yearim eine interessante Führung durch das Museum der Kartause. Mit einem herzlichen Dankeschön an das Regionalkomitee Thurgau für den freundschaftlichen Empfang und die perfekte Organisation verabschiedeten sich die Gäste um 15h30.


Jahresbericht 2005/2006
„Giving a Future to all Children in Israel“ – der Leitgedanke, der unsere Arbeit täglich begleitet – ist Titel unseres diesjährigen Jahresberichtes.
Der anfangs November publizierte Bericht ist erhältlich über: office@kiriat-yearim.ch


Das Sekretariat bleibt vom 25. Dezember 2006 bis zum 3. Januar 2007 geschlossen

Herbst 2006

Schulbeginn mit neuem Dorfleiter

Die 130 Kinder aus dem Norden, die wegen des Libanonkriegs im Sommer einige Zeit in Kiriat Yearim in Sicherheit verbrachten, konnten Mitte August wieder nach Hause zurückkehren. Innerhalb kürzester Zeit wurden die Betreuer und Lehrer auf die neu eintretenden und bisherigen SchülerInnen vorbereitet und im Dorf die nötigsten Renovationen vorgenommen.
Unser neuer, bestens ausgewiesener Dorfleiter Shimoni Peretz, hatte zwei Wochen Zeit, um das Dorf auf das bevorstehende Schuljahr vorzubereiten.
Pünktlich am 3. September war alles fertig und 120 Kinder wurden mit offenen Armen empfangen.
Neu kümmert sich ein Sozialarbeiter ausschliesslich um die 30 Schüler der Oberstufengruppe, deren Bedürfnisse sich stark von denjenigen der Jüngeren unterscheiden.


Workshops für arabische Lehrerinnen

Während der Sommerferien wurden Lehrerinnen des Trust, unseres Partners, von Michal Gablinger aus der Schweiz in der von ihr entwickelten Mathematik-Lernmethode „MickMath“ unterrichtet. Zudem erhielten sie Sets mit dem entsprechenden Lehrmaterial für ihre Schüler. Die Frauen, im Alter zwischen 20 und 30, besuchten die Workshops begeistert und nahmen stolz das Diplom in Empfang.

Solidaritätsreise nach Israel

Geniessen Sie eine Woche Ferien in Israel und besuchen Sie Kiriat Yearim sowie Kindergärten für Beduinenkinder im Negev. Kontaktieren Sie uns für diese Reise, die zusammen mit anderen Hilfsorganistionen geplant wird und zu Spezialkonditionen angeboten werden kann. Telefon 044 383 07 33 oder Mail office@kiriat-yearim.ch.

Zentralsekretariat – Öffnungszeiten

Das Zentralsekretariat ist im Oktober an folgenden Tagen geschlossen (nebst mittwochs):
Montag, 2. Oktober (Jom Kippur)
Montag/Dienstag 16./17. Oktober
Montag/Dienstag 23./24. Oktober

Wir wünschen Ihnen schöne Festtage, Schana tova, und eine angenehme Herbstzeit.

Das Kinderdorf als Zufluchtsort

130 Kinder aus den Einwanderungszentren im Norden von Israel wurden vor einigen Tagen nach Kiriat Yearim gebracht. Die Kinder stammen alle aus äthiopischen Familien, die in den letzten Wochen und Monaten nach Israel eingewandert sind. Sie sind weder auf die modernen Verhältnisse, noch auf das enge Zusammenleben in den Zentren und schon gar nicht auf die kriegerischen Ereignisse der letzten Tage vorbereitet. Das Fliehen in die Bunker, bei Raketenalarmen, und die eh schon ungewohnte Umgebung hat die Jugendlichen zwischen 8 und 18 Jahren verunsichert. Da die Kinder von Kiriat Yearim in den Schulferien weilen, ist es dank enormem Einsatz der Jewish Agency und des Personals vom Kinderdorf, das sich spontan bereiterklärt hat, die wohlverdienten Ferien für die unerwarteten Flüchtlinge einzusetzen, möglich, unsere Infrastruktur zur Verfügung zu stellen. "Jedes Lächeln entschädigt uns für den enormen Einsatz", erklärt uns der Dorfleiter.

Die Gelegenheit - Ich fliege nach Israel

Vor 16 Jahren war ich da und nun halte ich eine Einladung in den Händen von Kiriat Yearim, von einer Freundin zugesteckt.

Was ist es, dieses Kinderdorf, diese Organisation? Ich will es wissen.
Am 18. Juni 06 treffe ich die ersten Mitreisenden beim Einchecken in Kloten. Alle freuen sich mit mir, als wir in Tel Aviv landen.
Begleitet von Fancis Lang und Nadine Berg, beide aktive Vorstandsmitglieder, erreichen wir als Gruppe von 12 TeilnehmerInnen das Hotel Neveh Ilan in den schönen Hügeln Jerusalems. Während dem ersten Sonnenuntergang richte ich mich in meinem Zimmer ein – wir werden hier vier Nächte schlafen.
Ich bin gespannt auf die nächsten Tage, es werden nicht Ferien, sondern Infotage sein, das macht uns unser Reiseleiter René Kirchheimer bald schon klar.

Montag, 19.06.06
Es geht los in den Negev. Unser Begleiter (Hadj) Farid Abu Gosh, Gründer des Hilfswerkes für arabische Kinder in Israel „Trust for Early Childhood“ führt uns nach Rahat, lässt uns in Kindergärten schauen und begleitet uns in die lokale Schulverwaltung. Wir erfahren, wie Mütter einbezogen werden bei der Förderung der Kinder, auch von lernschwachen und vernachlässigten Kindern.
Weiter geht es nach Ayjn Hawashle, einem Beduinendorf das die staatlichen Vorgaben erfüllt, eine Schule anbietet für all die Beduinenkinder aus der Gegend. 150 Kinder, welche nicht einmal Schreibzeug kannten, kommen zum Teil mit Bussen, Geländefahrzeugen oder auf Eseln zur Schule. Sie werden Bildung und neues Verständnis in ihre Familien tragen. Wir genossen die Gastfreundschaft eines Schulleiters in seinem Zelt bei traditioneller Tee- und Kaffe - Zeremonie. Seine Frauen ahnten wir nur hinter den Tüchern, die Kinder aber guckten neugierig hervor, es war eindrücklich.
Noch mehr Verständnis für das Leben dieser Nomaden gab uns der Besuch im "Joe Alon" Beduinenmuseum beim Kibbuz Lahov.
Zurück im Hotel entschliessen wir uns das Abendessen in Jerusalem einzunehmen.

Dienstag, 20.06.06
Heute lerne ich das Schweizer Kinderdorf Kiriat Yearim kennen. Es ist Schuljahres-Schlussfeier und wir sind eingeladen. Früher waren es Immigranten-Kinder, heute eher gefährdete oder sozial belastete, jüdische Kids, die neuen Halt, Selbstvertrauen und gute Schulbildung erhalten. Eine sehr wichtige Aufgabe wird hier erfüllt, erreichen doch die meisten Kinder einen Schulabschluss vor ihrem Eintritt in den Militärdienst, der in Israel für alle Jungs und Mädchen ab 18 Jahren obligatorisch ist. Mich beeindruckten die strahlenden, aber auch fragenden Augen: Wie werden meine Ferien sein, daheim bei Eltern, oder in Lagern – wie geht es weiter?
Im kommenden Schuljahr wird ein neues Schulhaus für die Oberstufen bezogen und somit bis 150 Jugendliche betreut – eine grosse Aufgabe.
Wir verliessen etwas benommen diesen schönen Ort in der Hoffnung, dass es noch viele Jahre weiter gehe, mit engagierten Leuten, die bereit sind, diese Aufgaben zu erfüllen, wie zum Beispiel Nadine Berg, die als neue Präsidentin von Kiriat Yearim herzlich empfangen wurde. Alle „Schweizer Freunde“ erhielten als Geschenk eine schöne Urkunde.
Am Abend fuhren wir zur Entspannung nach Tel Aviv und spazierten am Meer entlang nach Jaffa, genossen den Sonnenuntergang und „Aladins Nachtmenue“, um nachher wieder ins Hotel zu fahren.

Mittwoch, 21.06.06
Mein Tag. Endlich nach Jerusalem!
Zuerst begaben wir uns zu den Ausgrabungen der Westmauer (Tunnel). An der Klagemauer spürten wir die Ausstrahlung dieses besonderen Ortes. Dann Fahrt auf den Ölberg um den Blick über die ganze Stadt zu geniessen.
Weiter ging es mit dem Bus zur Anhöhe von Sataf. Hier begann eine Wanderung, für uns Schweizer nichts Ungewohntes, doch bei 32 Grad Hitze und der Dürre der Landschaft, doch speziell. Auch hier stellte René sein Talent unter Beweis – er führte uns gemütlich über Terrassen mit Fruchtbäumen und gehauenen Stufen nach anderthalb Stunden zurück zum Ausgangsort.
Nun war es schön, im Hotel eine Dusche zu nehmen. Wir waren ja nun in Abu Gosh zum Abschiedsessen eingeladen. Mit Farid und Avi Toledano, dem ehemaligen Dorfleiter von Kiriat Yearim genossen wir wieder ein traditionelles arabisches Essen.

Donnerstag, 22.06.06
Ausschlafen – schwimmen – das letzte israelische Frühstück und noch etwas Zusammensitzen im schönen Park. Dann hiess es Abschiednehmen.

Ich habe gespürt, wie viel Anstrengungen gemacht werden, um den Frieden aufrecht zu halten. Man kann wirklich nur Shalom wünschen und – wieder kommen.



Yolanda Maurer-Küng

Farid Abu Gosh in Zürich

Farid und Nabil informieren Mitarbeitende von Kiriat Yearim am 5. April 2006 über den Stand der Projekte des Trust.

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